TRAUMHAUT

2026
Einzelobjekt
Porzellan
35x25x12 cm

Die Arbeit tastet nach der Oberfläche eines Traums. Trägt Traum eine Haut, hüllt er sich nackt in den Schlaf, oder umgekehrt? Und wie gestaltet sich jener Moment, in dem wir erwachen? Ist Traumhaut eine singulär subjektive Flickendecke oder eine kollektive Membran? Meine Arbeit denkt Traum als ver-körpert, als Schutz- und Resonanzraum. Porzellan und Lüsterglasur werden zur schimmernden Haut dieses Zustands, fragil, durchlässig und doch unnachgiebig. Traum erscheint hier als ein sich fortschreibendes Archiv, als Ort des Erinnerns und des aktiven Umformens. Im Zentrum steht das brutale Moment des Erwachens oder das, was zurückbleibt. Ein Zeugnis der Metamorphose, des sich Schälens, des Übergangs in dem sich Widerstand und Form neu artikulieren. Traumhaut behauptet die Notwendigkeit dieser subversiven Verwandlung - nichts kann bleiben wie es ist.